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Mittwoch, 1. April 2015

Wenn der Suppenkaspar schreit ...

... ist absolute Torschlusspanik angesagt. Der Gute ist ein Wegweiser der guten Küche. Gut, die Geschmackserlebnisse, resp. eigene Komponenten, sind ja immer wieder aufs neue verschieden. Woher das kommt? ... ist und bleibt sicherlich fraglich.

Suppen sind ja immer eine grundierte flüssige Form, welche unter Zusetzung bestimmter Farb- und Aromastoffe zu einer Einheit zusammengefügt werden. Klingt etwas verschraubt, ist es aber gar nicht.
Die flüssige Form, heißt, Grundierung, Grundsoße im allgemeinen, besteht bekanntermaßen aus schlichtem, einfachem Wasser. Zur geschmacklichen Auffrischung eignet sich dann eine Auskochung aus Fleisch und Knochengemeinsamkeit oder wenns vegetarisch und dazu noch magerer vegan sein soll, dann aus Wurzelgemüse größtenteils.

Diese Grundsoße bildet die beste Voraussetzung für eine wohlschmeckende, mehr flüssige als dicklich ausweisende Gesamtheit, die sich in diese Kategorie einreiht.

Suppen lassen sich aus Gemüse und auch aus Früchten herstellen. Wobei für mich persönlich Suppen immer etwas Herzhaft-Delikates an und in sich tragen. Was bestimmt aus der Erziehung oder eben genauer Kindheit herrühren mag.

Was ein SUPPENKASPAR ist, weiß ja jedes Kind. Das Struwwelpeter-Buch ist der Grundstock  hierfür. Die Geschichte vom immer wieder aufs neue schreienden Kaspar, der zum hüpfenden Etwas wird, und zwar jedesmal wenn es Mittag wurde und der Suppenteller auf dem Tisch stand.
Zum Schluss ist er so dünn gewesen, dass er daran gestorben ist; wo man die Geschichte nicht mehr so recht glauben will. Denn bevor jemand verhungert, isst er praktisch jeden Bindfaden, bzw. klammert sich daran im wortwörtlichen Sinne. Und verdrückt bestimmt sogar den Teller, so er kaubar und verwertbar ist.

Gut, zu dem Thema kann man viele Meinungen haben. Jedenfalls glaubte ich die Suppenkaspar-Geschichte durchaus. Und jedesmal,wenn bei uns zuhause im fränkischen Umland die Suppe auf den Tisch kam, fiel mir die Geschichte ein. Und weil ich nicht als Bindfaden in die ewigen Jagdgründe eintreten wollte, hatte ich meine Suppe immer aufgegessen. So gesehen, hatte die Geschichte auf jeden Fall etwas Gutes. Und das Fazit sollte es sicher auch ausstrahlen.
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Und so ist es sicherlich gekommen, dass ich heute liebend gerne Suppen esse. Dünne und auch dicklicher angehauchte. Alle Sorten, je nach Lust und Laune und Hunger.
Wenn der Hunger also nicht allzu groß rüberkommt, gibt es eine wässrigere Variante. So auch mal schnell aus Brühwürfeln. Die sind dann eine feine Sache. Wasser in der vorgeschriebenen Menge,  meist ein halber Liter pro Würfel, und fertig ist schon die Suppe.
Naja, etwas Einlage kommt immer rein, und wenns nur ein Karöttchen, ein Zwiebelchen, ein Erbschen, ein Böhnchen sei, welche darin Schwimmübungen absolvieren und sich garantiert darauf freuen, von mir verdrückt zu werden (war natürlich nur Spaß jetzt;).

Suppen sättigen. Suppen machen auch nicht dick. So kann eine Suppe durchaus zu Diätzwecken eingesetzt werden. Dann nämlich, wenn sie nicht mit viel Fettzugaben und Mehlschwitzen hergestellt werden.
Es gibt ja auch sogar schon des längeren extra Firmen, die Suppen speziell für diesen Zweck anbieten und sicher damit nicht schlecht verdienen.

Solche Suppen sind mir ehrlich gesagt jedoch suspekt, heißt, die Zusätze müssen der Gesundheit nicht unbedingt förderlich sein. Und tun es meist auch nicht.

So ist selber die Frau oder auch der Mann, wenn man sich aus Brühwürfeln (guter Qualität, versteht sich) eine Suppe selbst zubereitet. Oder man kocht sie selbst und friert sie in kleinen Döschen oder Eiswürfelbehältern ein. Bisher tat es bei mir auf die Schnelle jedoch die allzeit beliebte Würfelform. Fertig gekauft.

Der Geschmack wechselt hier natürlich. Im Moment ist es die Hühnerbrühe, die sich bei mir als Favorit herausgestellt hat. Daraus koche ich mir dann durch Beimischung entweder eine Gemüsesuppe.  Reis- oder Nudelreste oder einfach ein paar geröstete Croutons sind willkommen. Und peppen so die Einfachheit dieses Gerichts auf, so dass daraus eine gestandene Mahlzeit wird.

Früher war es ja die Kartoffelsuppe. Einfach, schnell, und je nach Belieben mit Wienerles, geräucherten Bratwürsten, Selchfleisch, Bündle - geräuchert oder nicht - zu einem doch schon fast stämmigen Gericht entwickelt.

Erbsensuppen sind auch meine Lieblinge. Hier nehme ich die halben, grünen oder auch gelben getrockneten am liebsten. Obwohl sich die Kochzeit doch etwas in die Länge zieht. 40 Minuten sind dann doch eine Zeit. Hier koche ich dann auch lieber die doppelte und auch dreifache Menge. Denn aufgewärmt schmecken sie nochmal so gut!


Das ist Suppe aus Hühnerbrüh-Würfel. In die noch sprudelnd kochende, praktisch noch wässrige Grundierung kommen dann ...
  • rote, in Ringe geschnittene Paprika
  • eine Lauchzwiebel
  • drei Stänge Bärlauch, geschnitten
  • zwei Esslöffel Reis (schon fertig gekocht/Reste)
  • Pfeffer, frisch gemahlen aus der Pfeffermühle als Komplett.
Die Suppe dann auf die Seite stellen und nicht mehr kochen lassen - ca. 5 Minuten, mit aufgelegtem Deckel (der hält die Hitze drinnen), stehen, heißt ziehen lassen und fertig ist die Maus (äh... Suppe).
Als Anregung sollte diese Suppe dienen. Als Anregung dafür, wie man sich recht schnell eine sättigende Mahlzeit zubereiten kann. Ohne großen Aufwand. Zeitaufwand höchstens 10 Minuten.
Gesund ist das auch. Belastet nicht. Und die Flüssigkeitszufuhr ist auch gleich mit gepongt. Was ja auch und besonders bei älteren Menschen ein Problem darstellt.

Ja, Suppen sind mit den Salaten meine Lieblingsfavoriten. Weil sie schnell zuzubereiten sind und dazu schnell aufbauen und wieder stärken.

------------------ PS: Nächste Posts erst wieder nach den Feiertagen. Da ist London angesagt.
Bin schon gespannt (Fish and Chips?). --------- schöne Feiertage allen, die dies lesen.

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